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Auf dieser Seite:
- Steckbrett für Elektronik-Schaltungen
- Ein Multimeter braucht jeder Elektronikbastler
- Leiterplatten für den Bastler  -  Loch-und Streifenrasterplatinen
- Flussmittel und Schutzharz für Leiterplatten
- Tool zur Berechnung des Vorwiderstandes bei LED-Schaltungen
- Eine regelbare Lötstation  -   unverzichtbares Werkzeug des Elektronikbastlers
- Hilfsmittel zur Bestückung von Loch- und Streifenrasterplatinen
- Eine hilfreiche Abisolierzange


Nachdem ich den Bau des kleinen PCs abgeschlossen hatte und diesen auch nutzen konnte, interessierte ich mich für andere Gebiete der Elektronik. Da der Aufbau  von PCs ja hauptsächlich ein Zusammenfügen von Kaufteilen (bis auf das Gehäuse meines letzten PCs) ist. wollte ich mich intensiver mit der praktischen Anwendung von elektronischen Schaltungen beschäftigen und diese aufbauen. So kam es zum Bau der beschriebenen Roboter.
In meinem Berufsleben als Maschinenbauingenieur bin ich öfters mit der Elektrotechnik in Berührung gekommen. So habe ich zumindest einige Grundkenntnisse auf diesem Gebiet, aber nicht speziell in der Elektronik. Da ich das Elektronikbasteln autodidaktisch (im Selbststudium) mit Hilfe von Literatur und  Internet betreibe, habe ich einiges "Lehrgeld" zahlen müssen. Deshalb möchte ich Elektronik-Hobby-Anfängern gutgemeinte Tipps geben, um die anfänglichen Entäuschungen zu minimieren.


Um sicher zu sein, dass eine Schaltung mit den vorgesehenen Bauelementen auch funktioniert, baue ich diese in jedem Fall vorher auf einem Steckbrett auf. So habe ich nach dem Platinenaufbau (Loch- bzw. Streifenrasterplatine) die Sicherheit, dass die Schaltung auch im gelöteten Zustand funktionieren muss. Es sei denn, es hat sich ein Verdrahtungs- oder Lötfehler eingeschlichen. Auch um die Schaltung für den eigenen Anwendungszweck zu optimieren, ist die vorherige Steckbrettversion zu empfehlen.
Die Leitungsverbinder kann man sich aus isoliertem Schaltdraht 0,5 mm Durchmesser in verschiedenen Farben selbst herstellen.
Dieser Link
http://www.strippenstrolch.de/1-1-5-das-laborsteckbrett.html  führt zu weiteren Hinweisen.


Bei den digitalen Multimetern gibt es ein großes Angebot vom Billiggerät bis zur Hightec-Ausführung. Wer sich mehr oder weniger ernsthaft mit dem Hobby beschäftigen möchte, dem nutzt ein einfaches Multimeter im 5-Euro-Bereich vielleicht als Zweitgerät. Ich kam nicht umhin, mir ein Gerät im 30-Euro-Bereich anzuschaffen, dass auch Kapazitäts- und Frequenzmessungen ermöglicht. Gerade beim Einsatz von Kondensatoren steht man oft vor der Frage der Kapazität, wenn die Beschriftung oder Farbcodierung nicht gedeutet werden kann oder überhaupt fehlt. Auch der automatische Bereichswechsel bei Widerstandsmessungen erleichtert die "Arbeit" sehr.
Ausser anderen brauchbaren Funktionen war dieses  vorrangig der Grund, ein paar Euro mehr auszugeben.


Ideal für die Bestückung mit Bauelementen ist sicher die auf die jeweilige Schaltung zugeschnittene geätzte Leiterplatte, Die Herstellung setzt eine entsprechende technische Einrichtung voraus und kommt deshalb nicht für jeden Hobbybastler infrage. Für manche Elektronik-Schaltungen aus dem Internet werden gegen ein Entgelt zuzügl. Versandkosten auch geätzte Leiterplatten angeboten. Für den "gemeinen" Bastler kommen aber in erster Linie nur Loch- und Streifenrasterplatinen in Betracht.  Diese gibt es in verschiedenen Abmessungen. Die Standardabmessung ist dabei 160 x 100 mm. Diese Platinen sind bei den Elektronikversandhäusern im Angebot.

 Die Standardrasterung (Lochabstand) beträgt 2.54 mm (= 1/10 Zoll). Der Bohrungsdurchmesser beträgt 1 mm.
Wer Nützliches über die Bestückung dieser Platinen nachlesen möchte, dem empfehle ich den Link
http://www.strippenstrolch.de/1-1-3-die-lochrasterplatine.html  


Zu Beginn meiner Bastlertätigkeit sahen die Leiterseiten der Platinen teilweise unschön aus. Durch die Berührung mit den Fingern oxydierte die Kupferschicht teilweise und sah deshalb "unprofessionell" aus. Auf der Suche nach einer Lösung fand ich im Internet die Lösung mit der Bezeichnung "Lötlack SK 10". Es handelt sich hierbei um eine Kombination von Flussmittel und transparentem Schutzharz. So sind Leiterplatten vor Korrosion geschützt und gleichzeitig wird die Weiterverarbeitung erleichtert. Diesen Lack gibt es in Sprühdosen z.B. in den bekannten Elektronikversandhäusern. Vor der Bearbeitung versehe ich meine Leiterplatten beidseitig mit dem Lötlack.  Eine Trockenzeit von mehrern Tagen, je nach vorhandenem Klima, sollte dabei mit einkalkuliert werden.


Das Basteln mit Leuchtdioden gehört zu den Anfängerprojekten von Elektronik-Bastlern. LEDs müssen aber meistens mit Vorwiderständen angeschlossen werden, um sie nicht zu überlasten. Formeln zur Berechnung kann man im Internet finden. Einfacher geht es aber mit Tools (zu deutsch: Werkzeug), bei denen man die bekannten Werte einsetzt und mit einem Tastenklick das Ergebnis (Größe der zu verwendenden Widerstände) erfährt,
Ein zu empfehlendes Tool, sowohl für Reihen-, als auch für Parallelschaltungen, ist unter folgendem Link zu finden:
 
http://www.modding-faq.de/index.php?artid=506


Anfänglich wird man sicher versuchen, Schaltungen aus der Literatur oder dem Internet nachzubauen. Dazu kann man sich Skizzen mit oder ohne Lineal machen. Um aber dann selbst Schaltungen zu entwerfen und zusammenzustellen, habe ich die Software "sPlan" von ABACOM gekauft. Mit "sPlan" kann ich meine Schaltpläne schnell und sauber am PC erstellen. Eine umfangreiche und leicht erweiterbare Bauteilbibliothek unterstützt mich dabei. Weitere Funktionen, wie das freie Definieren von Formblättern, automatische Bauteilnummerierung, Bauteilsuche, Stücklistenfunktionen usw.,machen die Arbeit mit "sPlan" zum Vergnügen. 

Mit "Lochmaster" ist es möglich, Schaltungen auf Loch- und Streifenrasterplatinen effizient am PC zu planen und zu dokumentieren. Eine umfangreiche und leicht erweiterbare Bauteilbibliothek gibt dabei Unterstützung.

Beide Programme, wie auch noch andere interessante Software kann man zum Test als Demo-Versionen bei ABACOM herunterladen.
http://www.abacom-online.de


Als ich ernsthafter mit dem Elektronikbasteln begann, hingen noch zwei elektrische Lötkolben im Keller. Diese hatte ich aber selten gebraucht. So verwendete ich sie gleich für meine ersten Versuche beim Löten auf Lochrasterplatinen. Mir gefielen die hergestellten Lötpunkte jedoch nicht. Es gab "kalte" Lötstellen, die noch einmal nachgelötet werden mussten. Zuviel aufgebrachtes Lötzinn lief auf die Nebenbahn und musste mit der Entlötpumpe wieder beseitigt werden.

Deshalb kaufte ich mir eine sogenannte Lötnadel (12 Volt, 8 Watt), die trotz öfteren Spitzenwechsels  zumindest für die feinen Arbeiten auf den Platinen besser geignet war. Jedoch beim Löten mehrerer Anschlüsse hintereinander ging der Nadel die Puste (Wärme) aus,

Jetzt habe ich mir eine Lötstation mit Temperaturregelung zugelegt. Das Fazit: Die hätte ich schon eher kaufen sollen. Jetzt macht das Elektronikbasteln erst richtig Spaß, weil man mit der einstellbaren Spitzentemperatur sauberer und genauer arbeiten kann, 

Ich habe mir diese Lötstation bei www.westfalia.de gekauft.  Die gewünschte Temperatur (Sollwert) der Lötspitze kann vorgewählt werden und wird auf einem Display angezeigt. Danach wird der jeweilige Istwert auf dem Display angezeigt.
Es stehen auswechselbare Lötspitzen in den Abmessungen 0,4 mm (für SMD), sowie 0,8 mm und 1,2 mm zur Verfügung.
Der Preis einer solchen Station liegt zwischen 30,- und 40,- EURO 

Es lohnt sich auf jeden Fall mal zu googeln. Bei Conrad, Reichelt, Westfalia, Pollin und anderen Anbietern gibt es bestimmt ein Schnäppchen.


Zur Planung von Schaltungen auf Loch- oder Streifenrasterplatinen kann man das auf dieser Seite erwähnte Programm "LOCHMASTER" von Abacom verwenden.
Dieser Plan muss dann aber auch 1:1 auf die Platine übertragen werden. Um das lästige Zählen der Löcher zur Positionierung der einzelnen Bauelemente zu erleichtern, habe ich mir die auf dem Foto abgebildete einfache Vorrichtung gebaut.



Mit dem LOCHMASTER habe ich mir eine leere Platine 1:1 auf Papier ausgedruckt und auf einem Holzbrett entsprechender Größe befestigt. Aus Hobbyglas habe ich einen rechten Winkel gesägt, der die waagerechte und die senkrechte Skala mit den Rasterabständen bedeckt und gleichzeitig den Anschlag für die zu bestückende Platine bildet.

So kann man die Positionen der zu bestückenden Bauelemente auf dem fertigen LOCHMASTER-Schaltplan ablesen und auf der eingelegten Platine die Positionierungspunkte mit einem Bleistift markieren.

Ohne diese Vorrichtung muss man die Löcher für die Positionierung der Bauelemente mühsam abzählen. Bei einem eventuellen Zähl- oder Orientierungsfehler wäre das Nichtfunktionieren der fertig verlöteten Schaltung vorprogrammiert.
 


Das Abisolieren von Leitungen ist ein vom Hobby-Elektroniker oft auszuführender Handgriff. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an Leitungsenden, ob Draht oder Litze, den Isoliermantel zu entfernen.
Nach meinen Erfahrungen ist die im Handel angebotene "Automatische Abisolierzange" eine saubere und vor allem preisgünstige Lösung.
Bei diesem Gerät wird das abzuisolierende Material von der Zange selbst gehalten und der Mantel auf eine vorher festgelegte Länge entfernt.
Die Abisolierzange gibt es für einige Euro in jedem Baumarkt. Ich möchte jedoch noch  folgenden Tipp geben:
Nehmt bitte zum Kauf unbedingt ein paar Drahtstücke des von euch vorzugsweise verwendeten Materials mit und probiert die einwandfreie Funktion. Ich habe zwei Exemplare zu liegen, die den Draht, anstatt nur die Isolierung zu entfernen, völlig durchschneiden.


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